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Nach lautloser ExplosionGerhard Mantz ![]() Ausstellung: 27. März - 26. Mai 2010 Eröffnung: 26. März 2010, 19-21 Uhr Der Künstler wird zur Eröffnung anwesend sein. Zu der Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem einführenden Text von Domenico Quaranta. Die Galerie [DAM]Berlin zeigt eine Einzelausstellung von Gerhard Mantz mit neuen virtuellen Landschaften in Schwarz-Weiß. In den Bildern betritt der Betrachter die Erde nach einem großen Ereignis. Ob es eine Explosion war, die die Wälder unter eine vollkommene dünne Schicht aus Asche legte, oder eine gänzliche Erstarrung der Natur durch Kälte und Frost, ist nicht definiert. Die Orte, die Gerhard Mantz in seinen Landschaften zeigt, sind keine wirklichen Orte, sondern Seelenlandschaften. Durch die Helligkeit wirken sie fragil und magisch. Das Licht bekommt durch die Ausführung der Arbeiten in Schwarz-Weiß eine große Bedeutung. Es kann verheißungsvoll sein, aber ebenso das blendende Licht einer Explosion, ein Vorbote des Unheils. Gerhard Mantz fügt mit seinen vollständig computergenerierten Arbeiten dem Thema Landschaft eine sehr zeitgenössische Position hinzu. Ähneln sie vordergründig natürlichen Landschaftsdarstellungen, verweisen sie durch Verfremdungselemente wie unnatürliche Oberflächenstrukturen oder Softwareunregelmäßigkeiten auf ihre Entstehung jenseits realer Situationen. Sie gleichen erhabenen, archetypischen Landschaften, die zeitlich in weiter Ferne liegen, lassen den Betrachter jedoch mit einem Gefühl der Ambivalenz zurück, das begründet ist durch das Fehlen jeglicher anderer Lebewesen und einer Perspektive auf die Natur, die der eines einsamen Menschen entspricht. "...Ein Archetyp ist ein Stereotyp, bevor letzterer in die Banalität des Klischees abgerutscht ist. Mit anderen Worten: es ist die Schönheit des Himmels, bevor sie ein Desktop-Hintergrund wird. Es ist das Ende der Welt, bevor es in den neuesten Katastrophen-Blockbuster übertragen wird. Es ist eine klassische Venus vor der Inspiration zu der neuesten Eau-de-Toilette-Werbung. Das ist es letztendlich, was Gerhard Mantz mit seinen Landschaften macht: Stereotypen in Archetypen umwandeln, sie zurückbringen zu ihrem Ursprung und ihnen ihre ursprüngliche Kraft wiedergeben..." (Auszug aus dem Katalogtext von Domenico Quaranta) Gerhard Mantz (geb. 1950 in Neu-Ulm, Studium an der Kunstakademie Karlsruhe) lebt und arbeitet in Berlin. Er hat u. a. ausgestellt auf der Prag Biennale 4; P.S.1 MoMA, New York; Kunsthalle Würth; Micro Museum, Brooklyn; Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg; KMZA Berlin; Württembergischer Kunstverein; ZKM, Karlsruhe; Kunsthalle Rostock; Kunstverein Mannheim; Haus am Waldsee, Berlin; Kunsthalle Darmstadt. Parallel zu der Galerieausstellung nimmt er an der Ausstellung "Gratwanderung" im Neuen Kunstverein Aschaffenburg e. V. teil, s. http://nkvaschaffenburg.de/ GaMe!Internationale Gruppenausstellung Ausstellung: 2. Februar – 20. März 2010 Die Ausstellung zeigt erstmals in Berlin internationale künstlerische Positionen zu dem Thema Computerspiele und elektronisches Spielzeug. Das Spektrum umfasst interaktive, von Künstlern entwickelte Computerspiele, eine Filmcollage aus modifizierten Sequenzen kommerzieller Spiele sowie kleine Tierroboter. Zudem sind vier Arbeiten aus einer Fotoserie zu sehen, die Jugendliche während einer LAN-Party zeigen.
ie Branche kommerzieller Computerspiele boomt und elektronisches Spielzeug ist für Kinder eine Selbstverständlichkeit geworden. Das Thema gewinnt gesellschaftlich immer größere Bedeutung. Seit einigen Jahren widmen sich auch Künstler verstärkt diesem Thema, setzen sich mit der Ästhetik und dem Inhalt kommerzieller Spiele kritisch auseinander oder entwickeln alternative Spielkonzepte. Mark Essen: http://messhof.com/all-games/ Jason Rohrer: http://hcsoftware.sourceforge.net/gravitation/ Tale of Tales: http://tale-of-tales.com/ Biografische Daten der Künstler: France Cadet (* 1971), lebt und arbeitet in Aix-en-Provence, Frankreich. Ergänzend zu ihrer künstlerischen Ausbildung an der Kunsthochschule in Aix-en-Provence studierte sie Ingenieurswissenschaften mit Schwerpunkt Elektronik. Heute unterrichtet sie Robotik and der Kunsthochschule in Aix-en-Provence. Ihre Arbeiten wurden gezeigt u. a. in LAboral, Gijon; La Vilette, Paris; Palais de Tokyo, Paris; Ars Electronica, Linz sowie in diversen Institutionen in Japan, Korea, Spanien, Brasilien. Sie erhielt den ersten Preis des VIDA 6.0, Madrid, und des Digital Stadium Awards in Tokio. Das Museum für zeitgenössische Kunst MEIAC in Badajoz, Spanien, erwarb eine ihrer Roboter. Todd Deutsch (*1969) lebt und arbeitet in Minneapolis, USA. 1996 erhielt er seinen Master of Fine Arts an der Cranbrook Academy of Art, Bloomfield Hills, Michigan. In seinen fotografischen Arbeiten beschäftigt er sich mit Familien, männlichen Jugendlichen und deren Spielkulturen. Er ist regelmäßig in Ausstellungen vor allem in den USA vertreten und erhielt in den letzten 10 Jahren regelmäßig Auszeichnungen im Bereich Fotographie. Seine Arbeiten sind u. a. in folgenden Sammlungen vertreten: Walker Art Center, Minneapolis; Museum of Contemporary Photography, Chicago, Illinois; Trisescuela de fotografia, Montevideo, Uruguay. Mark Essen (*1986) lebt und arbeitet in Los Angeles, USA. Er hat das Bard College in New York mit einem BA in Film and Electronic Arts abgeschlossen und ist Spiele-Entwickler. Seine Spiele werden weltweit auf Kunstfestivals präsentiert. 2009 wurde eine seiner Arbeiten in der Ausstellung Younger Than Jesus im New Museum in New York gezeigt. Joan Leandre (*1968) lebt und arbeitet in Barcelona, Spanien. Er studierte Kunst an der Escola Massana, Barcelona und ist seit 1993 Mitglied der OVNI Archives (Observatory of Non Identified Video); er arbeitet mit der Manipulation von Software. Seine Werke werden international ausgestellt, u. a. im Centre Georges Pompidou, Paris; El Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia, Madrid; ZKM, Karlsruhe; iMAL, Brüssel; NTT Inter Communication Center (ICCI), Tokio; Hartware MedienKunstVerein, Dortmund; Ars Electronica, transmediale, Whitney Biennale, Biennale Moskau Joan Leandre (*1968) lebt und arbeitet in Barcelona, Spanien. Er studierte Kunst an der Escola Massana, Barcelona und ist seit 1993 Mitglied der OVNI Archives (Observatory of Non Identified Video); er arbeitet mit der Manipulation von Software. Seine Werke werden international ausgestellt, u. a. im Centre Georges Pompidou, Paris; El Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia, Madrid; ZKM, Karlsruhe; iMAL, Brüssel; NTT Inter Communication Center (ICCI), Tokio; Hartware MedienKunstVerein, Dortmund; Ars Electronica, transmediale, Whitney Biennale, Biennale Moskau Jason Rohrer (*1977) lebt und arbeitet in Potsdam im Staat New York, USA. Er hat an der Cornell University den BS und MEng in Informatik erworben und arbeitet als freier Programmierer und Kritiker. Seine Spiele wurden international auf Festivals und Kunstausstellungen gezeigt. Gravitation wurde mit dem Jury-Preis des IndieCade ausgezeichnet, Between erhielt 2009 den Innovation Award des Independent Games Festival. Das Spielentwicklungs-Studio Tale of Tales BVBA wurde 2002 in Belgien von Auriea Harvey und Michaël Samyn gegründet. Die Spiele wurden auf internationalen Ausstellungen präsentiert. Der Name knüpft an ein Buch von Giambattista Basile an – eine Sammlung von Volkserzählungen, die bis dahin nur mündlich überliefert worden waren. |
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