LYNN HERSHMAN LEESON


    

 

Lynn Hershman Leeson (geb. 1941) gehört seit den 70er-Jahren zu den führenden KünstlerInnen der Medienkunst. Auf der Basis der visuellen Künste, des Films und der populären Kultur setzt sie sich seit 40 Jahren mit Identität, Erinnerung und Geschichte auseinander. Sie erkundet Themen, die im Zusammenhang mit Konsum, Privatsphäre, Überwachung und persönlicher Macht erwachsen und bezieht hierbei konsequent den Zuschauer als einen aktiven Teilnehmer in das Kunstwerk mit ein. Hershman Leeson verwendet hierfür die ständig weiterentwickelten digitalen Technologien und gibt wiederholt entscheidende Impulse für feministische Diskurse. Sie ist verantwortlich für eine Reihe technologischer Innovationen, wie z. B. Lorna (1979–1983), das erste interaktive Kunstwerk auf einer Videodisk, oder Deep Contact: The Sexual Fantasy Videodisk (1984–86), das erste Kunstwerk, bei dem Sensorbildschirme verwendet wurden.

Ihre Werke sind in zahlreichen Sammlungen vertreten, u. a. im Museum of Modern Art, New York, in der Tate Modern in London, im Lehmbruck Museums, Duisburg, oder im ZKM, Karlsruhe. Sie leitete die Filmfakultät am San Francisco Art Institute und ist emeritierte Professorin für Elektronische Kunst am Department of Art an der University of California. Auf Grund ihrer Pionierarbeit im Bereich der interaktiven computer- und internetbasierten Medienkunst erhielt sie 2010 den |DDAA|.