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![]() weitere Bilder "Eine Technologie ist kein unabhängiges oder fremdes Objekt, es ergänzt ganzheitlich unser Sinneswahrnehmungssystem; als Medium bestimmt es nicht nur unsere Kommunikationsweisen oder auch die Art, wie wir unsere Umgebung wahrnehmen und begreifen." LAb[au], 2009 Die Künstlergruppe LAb[au], laboratory for architecture and urbanism, beschäftigt sich mit der Verbindung von Kunst, Wissenschaft und neuen Technologien. Sie vereint Kunst und Forschung, arbeitet mit Softwareprogrammierung, entwickelt neue Interfaces und realisiert unter anderem große Projekte im öffentlichen Raum. Dabei stellt LAb[au] sich der grundlegenden Frage der zeitgenössischen Kunst: Wie kann aktuelle Kunst im Informationszeitalter aussehen und wie verändern neue Technologien die Gesellschaft, die Ästhetik und unser Verständnis von Kunst? Kommend von dem Hintergrund der Architektur erforscht LAb[au] auf künstlerische Weise die Auswirkungen von Computer- und Kommunikationstechnologien auf den Begriff und die Wahrnehmung von Raum, dessen Darstellung und Formen der Interaktion von Menschen. Die in dem Namen der Gruppe verankerten Begriffe: laboratory und Bau formulieren das Ziel und die Arbeitsweise der Künstler: auf der einen Seite die Erforschung, das Experiment, die Suche nach neuen Ausdrucksformen sowie auf der anderen Seite die Umsetzung und Ausführung dieser Ideen und Erkenntnisse. Natürlich liegt in der Verwendung des Begriffes Bau auch die Assoziation mit der Bauhausbewegung. In dessen Tradition ist LAb[au] kunsthistorisch und konzeptionell anzusiedeln ebenso wie in der des „Urvaters“ der Kybernetik Nicolas Schöffer. Der Einfluss des letzteren zeigt sich besonders in den kinetischen Installationen „Binary Waves“ und „frameworks 5x5x5“, die beide auf dem Prinzip der Interaktion mit Passanten und der Widerspiegelung urbaner Strömungen beruhen. Auch das Projekt „Touch“, bei dem die 4200 Fenster der Medienfassaden der Dexia-Towers, Brussels, in eine farbige Lichtinstallation umgesetzt wurden, basierte auf dem Prinzip der Interaktion. „Touch“ schaffte einen Austausch zwischen Individuen und dem öffentlichen Raum, regt zum Diskurs an über neue Wege urbaner Gestaltung. Der Code ist immer der Ausgangspunkt der Kunstwerke. Neben den Objekten im städtischen Umfeld kreiert LAb[au] auch generative Kunst für Innenräume, z. B. die Skulptur SwarmDot. LAb[au] besteht aus Manuel Abendroth, Jerôme Decock, Alexandre Plennevaux, Els Vermang, die gemeinsam die Projekte und Kunstwerke entwickeln und ausführen. Die Gruppe wurde 1997 gegründet und hat ihren Sitz in Brüssel. Sie realisieren immer wieder interdisziplinäre Projekte mit anderen Künstlern – auch aus den Bereichen Musik und Tanz. |
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