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"Seit den späten 60er Jahren haben sich meine Gemälde und Zeichnungen mit geometrischer Abstraktion beschäftigt. Die visuellen Strukturen waren sowohl komplex als auch präzise, stark beeinflusst durch meine Faszination mit Diagrammen, Schaltplatten und technologische Bildern. Anstatt Computer abstrakt zu verbildlichen, begann ich in den 1980ern direkt mit Mikrocomputern zu arbeiten. Es gab damals kaum bzw. gar keine brauchbare Software, so dass ich begann selbst Code zu schreiben. Während der 80er und 90er habe ich dann mit Plotterstiften gearbeitet und habe danach zunächst monochromatische Zeichnungen mit Laserdruckern erstellt. In den letzen Jahren bin ich dann auf Archivtintenstrahldrucker gewechselt.

Die Software und Methoden, die ich im Gebrauch diesen verschiedenen Geräten angewandt habe, sind ähnlich: Bilder werden jeweils in einem zweiteiligen Prozess erstellt. Zunächst werden einfache geometrische Formen am Computerbildschirm generiert, dann ein rechteckiger Bereich des Bildschirms vom Plotter, Bildpunkt um Bildpunkt, gezeichnet. Die Bildpunkte werden dabei in Form verschiedener geometrische Objekte abgebildet: Kreise, gefüllte Kästen, Kreuze usw. Sie können groß oder klein sein und auf verschiedenen geometrische Oberflächen wie zB. Flächen, Zylinder und Kegel abgebildet werden. Obwohl diese Arbeitsweise sehr einfach und unkompliziert ist, haben sich die Pixel-Abbildungsvorgänge als ungewöhnlich vielfälltig und anpassungsfähig erwiesen.

Der Arbeitsprozess zeichnet sich durch verschiedene nennenswerte Qualitäten aus: die Eintönigkeit handgemachter Bilder wurde durch eine, aus Software und Computer hervorgehende Sturtzflut von Bilder ersetzt. Aber noch viel entscheidender, der Computer konnte mich so begeistern, da er eine neue Ästhetik und Vorstellung der Welt versprach. Ich habe immer direkt mit der digitale Natur des Mediums gearbeitet. Viel mehr noch, könnten meine Bilder in keinem anderen Medium hergestellt werden. Anstatt Pixel zu verbergen, wurden sie zum zentralen Element meines künstlerischen Schaffens. Möglicherwiese offenbahrt sich in dieser Technik eine neue visuelle Geometrie, die vor dem Aufkommen des Computers unerreichbar gewesen wäre." 


Mark Wilson